Vitaminbedarf bei Hunden – was Halter wissen sollten

Vitamine sind Nährstoffe, die sowohl bei Mensch als auch Tier eine gesundheitliche Bedeutung haben. Hunde bilden da selbsterklärend keine Ausnahme.

Vitaminbedarf bei Hunden – was Halter wissen sollten

Vitamine sind Nährstoffe, die sowohl bei Mensch als auch Tier eine gesundheitliche Bedeutung haben. Hunde bilden da selbsterklärend keine Ausnahme. Allerdings sollte nicht angenommen werden, dass der Vitaminbedarf bei Hunden dem des Menschen ähnelt. Es gibt zwar Gemeinsamkeiten, allerdings mindestens genauso viele klare Unterschiede. In der Regel nehmen Hunde die erforderlichen vitamine über die Nahrung auf. Unter bestimmten Umständen, beispielsweise bei Erkrankungen, kann eine zusätzliche Vitaminzufuhr Sinn machen. Das sollten Halter aber besser mit ihrem Tierarzt abklären. Nichtsdestotrotz kann es nicht schaden, sich ein wenig mit dem Vitaminbedarf von Hunden auszukennen.

Werfen wir also einen näheren Blick darauf.

Vitamine unerlässlich für Knochen und Zähne

Eine der wichtigsten Vitamine für Hunde ist unumstritten Vitamin D. Die tägliche Zufuhr sollte bei erwachsenen Hunden 10 IE (Internationale Einheit) pro Kilogramm Körpergewicht betragen. Sollte es sich noch um einen Welpen oder gar eine trächtige Hündin handeln, ist die doppelte Menge erforderlich. Im Grunde nehmen Hunde Vitamin D in ausreichender Menge über die Nahrung zu sich. Eine zusätzliche Gabe von Präparaten ist daher nur selten erforderlich. Zumal zu viel des Vitamins sogar schädliche Auswirkungen haben kann. Das Vitamin ist unter anderem für Knochen und Zähne wichtig, kann aber auch das Immunsystem stärken sowie zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens beitragen.

Vitamine zum Schutz von Zellen

Vitamin E ist als Zellschutz-Vitamin bekannt und eines der wichtigsten Antioxidantien. Es ist also wichtig, dass Hunde ausreichend Vitamin E zu sich nehmen.

Im Gegensatz zu Vitamin D ist es hier allerdings ein wenig komplexer. Der Bedarf des Hundes richtet sich nämlich nach der Einnahme ungesättigter Fettsäuren sowie der Aktivität eines Hundes. Sporthunde benötigen beispielsweise verhältnismäßig hohe Mengen an Vitamin E. Dasselbe gilt für Hunde, die unter Einschränkungen ihrer Beweglichkeit leiden. Das Problem ist, dass tierische Futtermittel in der Regel nicht ausreichend Vitamin E enthalten. Des Weiteren steigt mit der Fütterung minderwertiger Fette der Bedarf des Hundes an. Daher kann sich unter anderem die Verabreichung hochwertiger Öle anbieten.

Vitamine für die Augen

Bei Menschen sind die Augen das wichtigste Sinnesorgan. Bei Hunden hingegen ist es die Nase.

Das heißt allerdings nicht, dass gesunde Augen nicht auch bei unseren geliebten Vierbeinern wichtig sind. Aus diesem Grund ist die Einnahme von Vitamin A unerlässlich. Vitamin A unterstützt den Sehvorgang und bringt weitere gesundheitliche Vorteile mit sich. Man könnte sogar sagen, dass es sich um einen Allrounder unter den Vitaminen handelt. Vitamin A hilft zusätzlich beim Knochenwachstum, stärkt die Schleimhäute und hat positive Auswirkungen auf das Immunsystem. Und das sind noch nicht einmal alle möglichen Effekte. Allerdings ist der Bedarf an Vitamin A hoch. Hunde sollten daher über das Futter ausreichend Leber und Niere zu sich nehmen, da beide Organe einen hohen Gehalt an Vitamin A haben.

Wann Halter auf den Vitaminbedarf achten sollten

Obwohl Vitamine bei Hunden unerlässlich sind, müssen Halter in vielen Fällen nicht explizit darauf achten.

Alte, junge und kranke Hunde sind hiervon jedoch ausgenommen. Bei diesen ist es sinnvoll, sich mit dem Tierarzt abzusprechen, ob eine Zuführung von Präparaten sinnvoll ist. Dasselbe gilt für Hunde, denen beispielsweise eine Operation oder etwas Vergleichbares bevorsteht.